loading . . . Aufmarsch der Antisemiten (11.01.2026) **Euer Antizionismus kotzt uns an, euer Antiimperialismus ist nationalistischer Dreck**
Die Fakten: Seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag, als die Hamas-iten über 1.200 Menschen auf einem Musikfestival und in benachbarten Kibbuzim massakrierten, vergewaltigten und verstümmelten (Geiselnahme inbegriffen), explodieren die antisemitischen Angriffe weltweit und in Deutschland. 6.560 antisemitische Straftaten wurden allein im Jahr 2024 offiziell in Deutschland registriert. Zum Vergleich: 2022 waren es „nur“ 2.641. Wenn dazu noch die Dunkelziffer berücksichtigt wird, haben sie zahlenmäßig die Dimension der rassistischen Angriffe der 90er Jahre erreicht.
Ergänzend zwei Anmerkungen zum Massaker:
a) Die Anzahl der Opfer entsprach der Größenordnung der Aufnahmekapazität einer Gaskammer von Auschwitz, die ebenfalls etwas über 1.200 Personen entsprach. Klar, ein Zahlenzufall. Oder die Etablierung einer Maßeinheit der Judenvernichtung.
b) Ein Drittel der Mörder waren keine Hamas-„Kämpfer“, sondern normaler Mob: Familienväter, Onkels, Söhne und Neffen, die am Rausch der Vernichtung unbedingt teilnehmen wollten. Klar, auch Zufall. Oder die Entsprechung der Substanz der Vernichtung.
Die Annahme, dass nach dem 7. Oktober 2023 eine Welle der Sympathie und der Solidarität mit den Jüdinnen und Juden aufbrechen würde, wurde schon ein paar Tage danach auf brutalste Weise zerschlagen. Eine Welle ja – aber eine Welle der antisemitischen Hetze und Angriffe. Auf die übliche, klimaneutrale Weise: gegen jüdische Friedhöfe, Synagogen, jüdische Einrichtungen, jüdische Restaurants, Trägerinnen und Träger von Davidstern oder Kippa usw.
Ein Klima der Angst herrscht seitdem bei den hier lebenden Jüdinnen und Juden. Jeder Schritt nach draußen, jede Äußerung, jedes Kleidungsstück oder Schmuck wird genau überlegt. Ihre Schul- und anderen Einrichtungen funktionieren nur noch unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Denn diese Welle umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche: vom Kulturbetrieb bis zum akademischen Mief, von Klima-AktivistInnen bis zu Kaninchenzüchtervereinen. Und mittendrin die Mehrheit der sich links nennenden Gruppen und Einzelpersonen. Mittendrin, da sie sich endlich als treibende Kraft der deutschesten aller Gesellschaften positionieren konnte. Somit war der 7. Oktober 2023 alles andere als Quelle der Empathie mit den Opfern und der Empörung über die Täter, sondern eine Inspiration und Genugtuung zugleich. Infolgedessen waren die Mordanschläge in Sydney und Manchester deren konsequente Umsetzung.
In diesem – und exakt in dem hier beschriebenen – Rahmen und unter diesen Bedingungen findet am 17. Januar eine Demonstration von sich links nennenden Gruppen in Leipzig statt. Sie richtet sich (noch) nicht direkt gegen jüdisches Leben und Einrichtungen oder gegen israelische Touristen, wie ihre Artgenossen in anderen europäischen Ländern massiv praktizieren. Zum einen, weil sie gerüchteweise erfuhren, dass Angriffe auf Jüdinnen und Juden (momentan) nicht so ganz hoffähig sind (abgesehen davon machen die Juden gerade mal 0,2 % der Leipziger Bevölkerung aus, also nicht genug für alle), und zum anderen fehlen die passenden Touristen. Also muss notgedrungen ein Ersatz her: konkret das autonome Zentrum Conne Island und die bekannte Antifaschistin Juliane Nagel.
Das namentlich an den Pranger stellen der Antifaschistin ist nicht nur dem Hass auf ihre Aktivitäten und Ansichten geschuldet, sondern dient auch der Konstruktion einer Drahtzieherin der israelsolidarischen Leute als unbedingte Voraussetzung, um den eigenen Kampfgeist zu erhöhen. Denn so eine Konstruktion ist ein untrennbarer Bestandteil ihrer verkommenen Verschwörungsideologie.
Was Conne Island betrifft, so müssen sie sich inzwischen an die Angriffe gewöhnt haben – vor allem an die Diversität der Angriffe, verbal oder physisch. Seitens der Polizei oder der Bahamas-iten, als diese sie immer wieder zu disziplinieren versuchten (zuletzt, weil sie sich trauten, u. a. einen Beitrag von uns in der Zeitschrift CEE IEH zu veröffentlichen, ohne vorher um deren Erlaubnis zu betteln), bis zu diversen Neonaziangriffen usw. Nun sind die linken Antisemitinnen und Antisemiten an der Reihe. Gerade jetzt, weil sie – wie sie selber schreiben – Conne Island als geschwächt und sich selbst als gestärkt bewerten. Darin sehen sie ihre große Chance, dem Spuk ein Ende zu setzen. Verstärkt, ja, u. a. durch die Umarmung der „Freie Sachsen“-Kameraden (eine Distanzierung bringt nichts; sie und andere Nazis werden mitmarschieren, vermutlich ohne erkennbare Symbole). Neben Neonazis werden u.a. auch andere kuriose Gruppen wie Handala (Hamas-Flüsterer) mitmachen, daneben die Migrantifa, die weder ihren Vor- noch ihren Nachnamen verdient und sich jeder antisemitischen Aktion anschließt.
Eine solche explosive Mischung aus Hamas-Anhängern, Neonazis und hartgesottenen Antisemiten macht es erforderlich, den Schutz und die Abwehr auf jüdische Einrichtungen zu erweitern und Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Leipzig zu praktizieren. Sicher ist sicher. Die Explosivität solcher Bündnisse, wie sie in Leipzig und weltweit entstanden sind, liegt genau darin, dass das Einzige was diese linken, rechten und religiös verbrämten Antisemiten eint, der Hass auf Jüdinnen und Juden ist. Daher können sie nicht anders, als antisemitische Angriffe zu eskalieren, denn anderenfalls würden ihre Bündnisse auseinanderbrechen.
Alles Weitere ist gähnend langweilige Wiederholung des Althergebrachten. So stellen sie sich neben ihrem ungestillten Israel- und Judenhass immer wieder als Opfer dar: als Opfer von Angriffen, Bedrohungen und Intrigen. Und jetzt wird zurückgeschlagen, wie einer ihre dezenten Unterstützer den Aufmarsch legitimierte „ _immer wieder griff die Connewitzer Szene Objekte der sog. Antiimperialisten an. Diese wollen jetzt zum Gegenschlag ausholen_ “ (Compact Magazin, 1.1.2026). Wie lautete am 1. September 1939 der Spruch? „ _Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen_.“
Angesichts dessen ist es eine Illusion zu glauben, dass Debatten/Diskussionen und derartiges Vorgehen mit solchen Exemplaren etwas bewirken würden. Auch ein Appell für den gemeinsamen Kampf gegen Nazis wird nichts bringen. Denn, wie sie selber schreiben, hat für sie der Kampf gegen israelsolidarische Menschen, höchste Priorität.
Antisemitismus ist weder eine Meinung noch eine Ideologie und leidet auch nicht an Informationsdefiziten, sondern ist eine Leidenschaft – die Leidenschaft, Juden zu töten. „ _Was der Antisemit wünscht und vorbereitet, ist der Tod des Juden_ “ (Jean-Paul Sartre).
Solidarität mit den Jüdinnen und Juden in Leipzig und anderswo
Solidarität mit Conne Island und Juliane Nagel
Gegen jeden Antizionismus
Café Morgenland
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