loading . . . Frankenbahn: Stuttgart – Heilbronn Die erste neue deutsche Strecke führt uns nach Baden-Württemberg, genauer nach Stuttgart und Heilbronn. Nach Franken kommen wir nicht. Würzburg ist das eigentliche Ende dieser Bahnlinie und daher kommt auch der Name der Bahnlinie.
Zeitlich reisen wir ein paar Jahre zurück, als der Stuttgarter Hauptbahnhof noch in seiner ursprünglichen Form bestand und Stuttgart 21 noch in weiter Ferne lag. Somit fahren wir auch verhältnismäßig alte Züge, denn mit der Strecke bekommen wir die Br 140 und den Wittenberger Steuerwagen als neue Fahrzeuge. Außerdem bekommen wir die Br 111, Rotlinge und den Karlsruher Steuerwagen, die wir aber schon von anderen Strecken her kennen. Die Güterwagen sind auch allesamt alte Bekannte.
Von anderen Strecken kommen Br 110, Br 294, Doppelstockwagen und mit der Br 423 eine zeitlich unpassende S-Bahn. Diese Baureihe kam erst einige Jahre später nach Stuttgart, damals war dort noch die Br 420 im Einsatz. Die sollte es ja auch schon einige Jahre lang geben, jedenfalls hat sie TSG damals zur Strecke München – Augsburg angekündigt, aber nie geliefert. Nun haben diese just diese nochmal angekündigt, nun aber für die Frankfurter und Stuttgarter S-Bahn. Bei DTG scheint man überzeugt, dass diese diesmal auch erscheinen wird, denn man hat bereits entsprechende Layer in der Frankenbahn vorgesehen. Ich bin da skeptischer, denn damals schien man ja größere Probleme zu haben, die ja wohl kaum von heute auf morgen verschwunden sind.
Jedenfalls hinterlässt die S-Bahn eine deutliche Lücke auf der Strecke, denn im südlichen Abschnitt erbringt sie einen Großteil der Zugleistungen. Was dagegen sehr schön ist, sind die vielen Güteraufgaben in Kornwestheim und am Opelwerk in Rüsselsheim. Im Personenverkehr ist man auf die Fahrten zwischen Heilbronn und Stuttgart limitiert. Zwischen Bietigheim-Bissingen und Stuttgart kommen noch die Fahrten aus Richtung Heidelberg dazu. Zu tun hat man also schon etwas, auch wenn der Personenverkehr sehr eintönig ausfällt. Aber hey, dann fährt man halt Güterzug und rangiert Neuwagen bei Opel.
Übrigens wird die Br 110 nicht als Ersatz für die Br 111 eingesetzt, sondern ausschließlich im Güterverkehr. In Realität kam das aber nicht vor, denn die Loks gehörten zum Fuhrpark von DB Regio. Damit hat man eine Chance verspielt, etwas Abwechslung in den Personenverkehr auf der Strecke zu bekommen. Auch fehlt weiterhin der Rotling mit 1./2. Klasse, der aber in Realität in jedem Zug auf dieser Strecke eingereiht war.
Die Strecke selbst ist wieder erkennbar, hat aber auch ein paar gravierende Mängel. Was einen sofort ins Auge springt, sind die modernen Zugzielanzeiger auf den Bahnsteigen. Die gab es damals nicht. Tatsächlich waren auf vielen kleineren Stationen gar keine installiert und auf den größeren Halten meist noch die alten Faltblattanzeiger. Die Gleise ruhten auch fast ausschließlich noch auf Holzschwellen und einige Gleisanschlüsse fehlen, die es in der Realität noch gab (aber nicht mehr genutzt wurden). Auch fehlen ein paar markante Gebäude und an einer Stelle steht ein moderner Neubau, der damals noch nicht existierte.
Ich habe die Strecke zusammen mit der reduzierten Deluxe Edition erworben und sie so quasi dazu bekommen. Für mich geht die Rechnung also auf. Wer damit liebäugelt, sollte aber besser auf einen Sale warten, denn 35,00 € sind etwas zu viel dafür. Für 25-30 € könnt ihr sie euch aber holen. https://lordjohn75.de/frankenbahn-stuttgart-heilbronn/