Daily Mayröcker
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Wimper v. Schwalbe etwa, oder schreiben wir poets‘ poetry?
𝘥𝘶 𝘣𝘪𝘴𝘵 𝘦𝘪𝘯 𝘎𝘦𝘪𝘴𝘵 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩, 𝘪𝘤𝘩 𝘣𝘪𝘯 𝘦𝘪𝘯 𝘍ä𝘬𝘢𝘭 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩 (26.3.07 | Paloma, S. 184)
about 16 hours ago
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mein Basiswort ist NEIN! NEIN! und NEIN!, bin ich Vogel und ausgefranst bin ich Verfall? (25.3.18 | da ich morgens ..., S. 72)
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vielleicht lebe ich in einem Gäszchen. Von Sprache wunderbarer Sprache. (24.3.18 | da ich morgens ..., S. 70)
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fand nachts Auferstehung : fand nichts Auffälliges, musz viel weinen, indem ich es aufschreibe : alles nivelliert (23.3.07 | Paloma, S. 180)
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, ich glaube eine Schwindelattacke : nochmals ins Bett zurück. 1 Waldvögelchen ohnegleichen! gingen Hand in Hand und im Stadtpark blühte der Flieder (»le kitsch«), (22.3.15 | fleurs, S. 131)
5 days ago
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ich tauche unter, 𝘥𝘪𝘦 𝘒𝘳𝘢𝘯𝘬𝘩𝘦𝘪𝘵 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘵𝘰𝘭𝘭𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘢𝘵𝘻, (21.3.07 | Paloma, S. 179)
6 days ago
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wenn das Verfeinerte sich nicht mehr verfeinern läszt, musz man Zuflucht zum Vergröberten nehmen (20.3.07 | Paloma, S. 177)
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nämlich dasz die Falter des Waldes. Täuflinge des Regens sind wir, haben die Kleider getauscht wie spielende Kinder ...... Narzissen geschultert, Kornraden und Gladiolen, (19.3.18 | da ich morgens ..., S. 69)
8 days ago
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Alles so imaginär, nicht wahr, ich habe dich in Prosa geküszt, ja. (18.3.13 | cahier, S. 65)
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lyrics, oder Hildedard v.Bingen sah einer Wildtaube ähnlich ich meine wie Marc Chagall (mit Braut) fliegend auf dem Bildnis »der Spaziergang«, Knospen nämlich an einem Äther. (17.3.16 | Pathos und Schwalbe, S. 67)
10 days ago
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Agentur v.Schildkröte, träumte mir, snuffsnuff in einer schöngelegenen Psychiatrie, wow! (16.3.18 | da ich morgens ..., S. 67)
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Katarakte von Tränen Haaren ich weiß nicht wo dein Himmel ist (15.3.92 | Notizen auf einem Kamel, S. 53)
12 days ago
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während der Präsident eines westlichen Landes als freundl.Kellner in einer Gastwirtschaft, man bot rohes Fleisch an, was wir zurückwiesen (14.3.12 | études, S. 100)
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Schachzüge, Manipulationen, Verirrungen, Appellationen, Nervenendungen, Sinnzusammenhänge, Zusammenbrüche, etc., in der Tat war es so, daß ich auf Umwegen an dieses Buch DIE POSTKARTE von Derrida geriet (13. 3. | brütt, 1995-7, S. 303)
14 days ago
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Schreiben ist eine Praxis des Lesens (12.-16.3.05 | dieses Jäckchen ..., S. 53)
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(es rissen sich los die Worte am heutigen Morgen ich spucke Blut keuche durch Amselgärten und Blüthentod habe die Fische gewickelt in altes Zeitungspapier) (11.3.08 | dieses Jäckchen ..., S. 229)
16 days ago
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Nun ja, es war mir aufgefallen, dasz mir der Zugang zu verständlichen Dingen verwehrt schien (10.3.13 | cahier, S. 58)
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vom Zaudern vom Wäschezuber in D., vom Weinen des März vom Zaudern und Weinen des Mondes vom halsstarrenden Mond oder März, vom Federchen aus der Daunendecke bei Nacht, von der Unförmigkeit des Gesichts des Mondes rigoros diese Einsamkeit (9.3.2010 | Von den Umarmungen, S. 33)
18 days ago
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dieses grenzenlose aber durchlöcherte Schreiben, sage ich, lebe bedrückt und angestrengt tue das Falsche aber lebe auch wie Falter/Libelle in den Tag hinein ohne die Folgen meiner Aktionen zu bedenken ........ (8.3.15 | fleurs, S. 124)
19 days ago
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die Trauben in der Küche sind geschrumpft (wie mein Wortschatz) (7./8.3.07 | Paloma, S. 158)
20 days ago
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»du mein Räuchlein! kleiner Rauch du jg. grün du frisches Gras wie oft mein Herz durch dich genas« = Schumann-Kompo- sition usw. (was dein Herz begehrt : was begehrt dein Herz), als sei dies alles poet’s poetry« 6.3.15 (fleurs, S. 123)
21 days ago
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kl.Mohnkörperchen siehe Vorhut : hingegaunerte Sprache ........ (5.3.15 | fleurs, S. 120)
22 days ago
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(nur keine Sonne : das tobt dann so in der Brust!) (4.3.97 | Mein Arbeitstirol, S. 24)
23 days ago
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Entropie. Mir träumte ich hätte dir eine winzige Tüte Salz geschenkt aber ich wuszte nicht die Bedeutung des Geschenks. Später fiel mir ein es könnte sich um Tränen gehandelt haben (3.3.15 | fleurs, S. 117)
24 days ago
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...... also mit tausend Armen die Sprache locken heranlocken etwa, Schulter an Schulter, (2.3.18 | da ich morgens ..., S. 60)
25 days ago
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ich glaube es wird alles immer schwieriger und bald wird alles zu Ende sein (1.3.07 | Paloma, S. 157)
26 days ago
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Aber ich war nicht zuhause siehe den Mond ich war AUSGEFLOGEN dorthin wo niemand mir folgen kann aber der Frühling wird wissen wohin ich, ach wirst mit mir fliegen an meiner Hand wie auf einem Chagall-Bild indes der Mondschein, weh mir. 28.2.16 (Pathos und Schwalbe, S. 60)
27 days ago
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Lianen vor der Tür dasz ich darüber stolpere (27.2.07 | Paloma, S. 154)
28 days ago
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so viele Flügel gewachsen – wohin mit der Kraft es ist so 1 keuchende Kraft die es nicht erwarten kann loszubrausen, nicht wahr, am Morgen, die dies und das tun möchte, und alles zusammen, 1 Zerreißprobe, seligkeitshalber. (26./27.2.99 | 1 NERVENSOMMER, o. S.)
29 days ago
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unter den Wipfeln der Zedernbäume nehmen wir Abschied »𝘢𝘭𝘭𝘩𝘪𝘦𝘳« während die Blättchen in der Krone des Zedernbaums, habe noch nie die Blätt- chen eines Zedernbaums berührt (25.2.2010 | Von den Umarmungen, S. 32)
30 days ago
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Ich lese in Wunschvorstellungen von Büchern, weil ich bis zum Buchhändler zur Buchhändlerin nicht komme. Ich bestelle Bücher, ohne sie abzuholen – Zeitmangel. (24.2.2001 | Magische Blätter VI, S. 89)
about 1 month ago
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»bitte keine Besuche bin in Klausur«, 𝘮𝘦𝘪𝘯 𝘝𝘦𝘳𝘧𝘢𝘭𝘭 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘎𝘦𝘪𝘴𝘵𝘦𝘴, sage ich, nach 2 Tagen Vorfrühling kam der Winter wieder zurück : das nämliche alle Jahre, nur der Montag steht still, sage ich, ist der Montag vorbei sausen die anderen Wochentage dahin (23.2.17 | Pathos und Schwalbe, S. 212 f.)
about 1 month ago
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𝘷𝘰𝘮 𝘒ü𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘏𝘢𝘯𝘥𝘪𝘯𝘯𝘦𝘯𝘧𝘭ä𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘪𝘮 𝘝𝘰𝘳𝘧𝘳ü𝘩𝘭𝘪𝘯𝘨 (22.2.2010 | Von den Umarmungen, S. 30)
about 1 month ago
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ein weinendes Zittern der Schrift, die Skizzen unleserlich (21.2.07 | Paloma, S. 151)
about 1 month ago
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Daily Mayröcker
Suhrkamp Verlag
about 1 month ago
Wie viele großartige Lyrikerinnen hat das 20. Jahrhundert hervorgebracht – und wie viele davon passen auf eine einzige Tasche? Fünf große deutschsprachige Stimmen haben wir nun hier verewigt.
#DanaVowinckel
gefällt der neue Beutel schon mal 🙌
shrk.vg/Lyrikerinnen...
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Wird die Sprache mich retten wird die Poesie uns allesamt retten vor dem Unheil unserer Zeit (4.-20.2.18 | da ich morgens ..., S. 54)
about 1 month ago
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hier alles digital (19.2.99 | Mein Arbeitstirol, S. 54)
about 1 month ago
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Biszchen sinnieren biszchen sinnen am Morgen biszchen Weltaufzeichnung im Kopf biszchen Keusch-Lamm : Gott und die Welt ........ (18.2.14 | cahier, S. 177)
about 1 month ago
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hatten seine Blicke nicht lange auf ihrem Angesicht geruht damals vor Jahren, und jetzt pflückte ich seine Blicke von ihrem Angesicht ohne dasz sie weisz dasz sie seiner Blicke die auf ihrem Angesicht geruht hatten beraubt werde (17.2.2010 | Von den Umarmungen, S. 28)
about 1 month ago
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𝘷𝘰𝘮 𝘜𝘮𝘢𝘳𝘮𝘦𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘈𝘭𝘰𝘦-, 𝘓𝘰𝘳𝘣𝘦𝘦𝘳𝘣ä𝘶𝘮𝘤𝘩𝘦𝘯𝘴 𝘪𝘮 𝘛𝘩𝘦𝘳𝘢𝘱𝘪𝘦𝘻𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘗𝘩𝘺𝘴𝘪𝘰𝘵𝘩𝘦𝘳𝘢𝘱𝘦𝘶𝘵𝘪𝘯 ich kann an keinem Platz 1 Blume ich meine ich kann keine Blume sehen in meinem Garten in meinem Haus, auch die Augen meiner Seele die wie Blumen sind sind an keinem Ort aufgeblüht (16.2.10 |Von den Umarmungen,27)
about 1 month ago
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1 Totentanz. Habe 1 Buch gelesen habe 1 Buch geweint (15.2.09 | dieses Jäckchen ..., S. 335)
about 1 month ago
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. . am Morgen wollte es mir dann nicht mehr einfallen, wem ich am Vortag geschrieben hatte DASS ICH MICH AUF SEINEN BESUCH IM FEBRUAR FREUEN WÜRDE, was überhaupt, ganz und gar, und erlogen ist, rufe ich, (Reise durch die Nacht, 11.82-12.83, S. 91)
about 1 month ago
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tiefer Schnee, konnte wieder laufen (im Traum) (13.2.13 | cahier, S. 43)
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das Vorgaukeln einer intakten Welt Luftspiegelung in der Wüste im Zimmer das Surren der Fliege / Fliegerhaube der Körper ein klaffender Pergamentsack dieser Baum wird keine Blume mehr tragen (12.2.91 | Das besessene Alter, S. 105)
about 1 month ago
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ich habe das gesehen in der Abenddämmerung : Schaufenster grasgrün : ach zipfelte wirbelte wildes Augengemüse in einem Schaufenster : im Schaufenster des Schneiders Aslan Gültekin, ich habe das gesehen in der Abenddämmerung (11.2.18 | da ich morgens ..., S. 48)
about 1 month ago
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𝘗𝘳𝘰ë𝘮 𝘢𝘶𝘧 𝘥𝘦𝘯 Ä𝘯𝘥𝘦𝘳𝘶𝘯𝘨𝘴𝘴𝘤𝘩𝘯𝘦𝘪𝘥𝘦𝘳 𝘈𝘴𝘭𝘢𝘯 𝘎ü𝘭𝘵𝘦𝘬𝘪𝘯 und hatten einander gesehen ich meine zugeworfen den Blick und die Blicke bodenloses Terrain, uns angeblickt einen Blick lang angeblickt im Vorübergehen an seiner Ladentür also mit je einem Auge einander berührt (10.2.92 | Notizen ..., S. 10)
about 1 month ago
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wie eine dunkle Ähre meine Augenbraue über dem linken Auge, das neue Modewort »nature writing«, (9.2.18 | da ich morgens ..., S. 46)
about 2 months ago
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weil ich im nachhinein alles zurücknehmen möchte, mich schäme für Gesagtes, Getanes, Versprochenes, also alles Verwaldete alles so Heimliche : kahlgeschoren, gelüftet, entgleist, was für eine schäbige Metamorphose, nicht wahr. (8.2. / 10.2. | brütt, 1995-7, S. 262)
about 2 months ago
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verkriech mich ins Bett ........ 👉🏻 Depression usw. Bin durchgeknallt habe fast keine Zeit für die gewöhnlichen Dinge, weiszt du, weil ich schreiben musz immerfort Immortellen (7.2.14 | cahier, S. 171)
about 2 months ago
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𝘉𝘪𝘭𝘥𝘯𝘪𝘴 𝘥𝘦𝘳 𝘔𝘶𝘵𝘵𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘵 87 Klatschmohn in ihren Augen – plötzlich beleibt wiegt die verschränkten Arme vor ihrer Brust sagt so, da hinein möchte ich dich, wie vor neunundsechzig Jahren und an mich pressen – (6.2.94 | Notizen auf einem Kamel, S. 51)
about 2 months ago
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